ÜBER MICH

Die Kunst begleitet mich in meinem Leben seit meiner Kindheit. Ich bin mir jedoch erst seit wenigen Jahren darüber Bewusst, dass ich darin meine Berufung gefunden habe. Nach einer langen Orientierungsphase fand ich heraus, dass ich mich ebenfalls für psychologie interessiere. Ich entschloss mich Kunsttherapie zu studieren. In dem Studium erfuhr ich viel darüber, wie sich die Kunst auf psychische Zustände und Prozesse auswirkt, und umgekehrt. Demnach sehe ich in der Kunst nicht nur eine schöne Dekoration, die eine Wand schmückt, sondern erkenne in ihr auch ein nützliches Potential, durch das sich die Menschheit weiterentwickelt. Besonders, weil sie neue Ausdrucksmöglichkeiten bietet, und durch sie Themen zugänglich gemacht werden, die ansonsten in der Gesellschaft selten Raum finden.

die entstehung eines bildes

Meine Herangehensweise ist meistens sehr prozessorientiert, da ich ständig auf der Suche nach einem inneren Ausdruck bin. Der Prozess, bis ein Bild vollendet ist, dauert oft mehrere Wochen, oder sogar Monate. Ich beginne, indem ich spielerisch Farben auf die Leinwand schütte, sie hin und her kippe, und beobachte wie sie aufeinander reagieren. Meistens wird mir erst während dieser Phase die Idee für das Motiv bewusst. Im weiteren Verlauf wird diese dann zunehmend konkretisiert und herausgearbeitet, oder wieder übermalt. Manchmal habe ich auch ein Motiv im Kopf, bevor ich beginne zu malen. Doch auch dann lasse ich mir in der Art der Darstellung genügend Spielraum, um trotz einer bereits existierenden Motiv-Idee, beim Gestalten eine neue Erfahrung zu kreieren.
In der Kunst mache ich erst, dann denke ich. Denn nur dadurch bekomme ich Zugang zu meiner Intuition und neuen, kreativen Ideen. Mit einem rein konzeptuellen Vorgehen wäre ich in meiner Freiheit stark eingeschränkt und würde bald die Faszination zum Malen verlieren. Eine spontane und offene Herangehensweise ermöglicht es mir bestimmte Elemente im Bild, die meine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, herauszuarbeiten und mich konkreten Themen gestalterisch Schritt für Schritt zu nähern, um anschließend in eine gedankliche Reflexion gehen zu können.